Das Projekt "LinkedHistory" entstand während unserer Arbeiten im Bereich prosopographischen Wissensdatenbanken. Zusammen mit Historikern der Universität Leipzig haben wir den die Catalogus Professorum Lipsiensis entwickelt. Der Professorenkatalog enthält detaillierte Informationen über mehr als 2000 Professoren in der universitären Geschichte.

Ein Problem im Rahmen prosopographische Forschung ist die kollaborative Zusammenarbeit der Wissenschaftler. Hierführ müssen vor allem Techniken zur Verknüpfung bestehender Daten bzw. Wissensbanken geschaffen werden.

Im Rahmen dieses Projektes entwickelt die Arbeitsgruppe AKSW zusammen mit Historikeren Dienste, zur Verknüpfung von Webressourcen.

Der ersten etablierte Dienst nutzt den PND-Schlüssel, um Personen zu vernetzen.

Ausführliche Informationen

Der zweite Dienst stellt Kalenderjahre als Ressourcen zur Verfügung.

Ausführliche Informationen

Donnertag, 29. Januar 2009 – 21 Uhr im UT Connewitz

Reisebilder, pittoreske Ethno-Szenen, das Abbild „echter, erlebter Exotik“ auf Super8 – Wer kennt sie nicht, die kleinen, sorgsam beschrifteten Filmspulen - Rumänien 1984, Algerien 1990 - Relikte eines kollektiven Reisefiebers. Ganze Privatfilmarchive haben wir der „touristischen Neugier“ zu verdanken. Einen wahren Ozean an Bildern, den die Künstlerin und Filmemacherin Lisl Ponger seit nunmehr 20 Jahren behutsam zu erkunden versucht. Found Footage, die Arbeit mit bereits existierendem Bild- und Ton- material, ist dabei eine ihrer zentralen, künstlerischen Methoden. In ihren Filmessays collagiert und zersetzt Ponger das Vorgefundene virtuos, entführt und führt ein in neue, verwirrend vielschichtige Zusammenhänge. Die Bilder und Zeiten, die bekannten wie unbekannten Orte, Stimmen und Klänge reiben, stoßen und verknoten sich. Das Klischee, die Idee einer „homogenen Weltsicht“, strauchelt, krümmt sich, implodiert. Nicht immer klappt das beim allerersten Versuch. Doch auch das, die Fehlschläge, spart Ponger nicht aus. Wie sonst ließen sie sich finden, die Haken und Schlingen der fremden wie der eigenen Existenz.

Passagen - Lisl Ponger, 1996, 16mm/ 12min
Reise, Emigration, New York und Wien - Orte und Zeiten beginnen sich zu überlagern

Definitly Sanctus - Sabine Hiebler & Gerhard Ertl, 1990, 16mm / 4min
alpine Sitten und Gebräuche abgelagert in Heimatfilmen der 50er Jahre

Happy End - Peter Tscherkassy, 1996, 16mm/11min
ein unbekanntes Ehepaar, festgehalten auf Schmalfilm, macht eine erstaunliche Zeitreise

passage à lŽacte - Martin Arnold, 1993, 16mm/12min
eine amerikanische Familie am Frühstückstisch - ein Klassiker des Found Footage-Films

Exposed - Siegfried Fruhauf, 2001, 16mm/9min
die Begegnung von Schlüsselloch und Perforation auf dem Found Footage Montagetisch

Deja Vu - Lisl Ponger, 1999, 35mm/23min
bekannte Bilder, unbekannte Stimmen und umgekehrt - eine Wiederannäherung an den Film Passagen

Anbei einige detailiertere Informationen zu den beiden Filmen von Lisl Ponger:

déjà vu, 1999 , 23 min
Lisl Ponger
In einem subtropischen Land drängen sich weiße Besucher an eine Stelle, wo dunkelhäutige Landarbeiter ihre Erntekörbe ausschütten. Sie schauen neugierig, als wollten sie die Teeblätter prüfen. Allenthalben zücken Touristen ihre Kameras, ob vor freiem Großwild oder berittenen Kamelen, ob angesichts geschmückter Menschenkörper oder alltäglicher Arbeitsvorgänge. Bisweilen richten sie selbst ihre Blicke in die Kamera, für später, für zuhause, wenn sie stolz die "exotischen" Fundstücke zeigen würden. In dieser Pose steckt ein jahrhundertealtes Modell westlichen Reisens und Abbildens.

Passagen, 1996, 12 min
Lisl Ponger
Eine Frau steht alleine an der Reling eines Passagierschiffes und blickt in die blaue Ferne. Sie wird sich für uns erinnern, an eine Ankunft in New York, an den Spaziergang eines jungen Paares durch Chinatown, an die Hausboote in Shanghai und die aufgeregten Kinder, die sich um die Besucherin mit der obskuren Bild-maschine scharen. Unter diesen Bildern liegen ferne Reisetöne, und parallel dazu entspinnt sich eine Montage verschiedenster Menschen, die einmal - unfreiwillig - aus Wien weggingen oder irgendwann hier ankamen.

Universitätsbibliothek Leipzig
Beethovenstr. 6
04107 Leipzig
Vortragssaal der Bibliotheca Albertina
14. – 15. November 2008

Freitag, 14. November Moderation: Ulrich Johannes Schneider (Leipzig)

  • 13.00 Uhr Ulrich Johannes Schneider (Leipzig) Begrüßung und Einführung
  • 13.30 Uhr Ulrich Rasche (Jena) Wie entstanden moderne Vorlesungsverzeichnisse?
  • 14.15 Uhr Pause
  • 14.30 Uhr Franziska Jüttner / Timo Steyer (Wolfenbüttel) Die Lektionskataloge der Universität Helmstedt und ihre Erfassung
  • 15.15 Uhr Tobias Grave / Frank Fischer (Leipzig) Die Leipziger Vorlesungsverzeichnisse im 19. Jahrhundert und ihre Erfassung
  • 16.00 Uhr Pause
  • 16.30 Uhr Barbara Pfeifer (Frankfurt / Main) Die Personennamendatei (PND) und ihr Redaktionsverfahren
  • 17.15 Uhr Jakob Voß (Göttingen) Social Cataloging in Personaldatenbanken (vorl. Titel)
  • 18.30 Uhr Gemeinsames Abendessen
  • Sonnabend, 15. November Moderation: Helmut Zedelmaier (München)

  • 9.00 Uhr Frank Metasch (Dresden) Die Sächsische Biografie
  • 9.45 Uhr Ulf Morgenstern (Leipzig) Der Catalogus Professorum Lipsiensis
  • 10.30 Uhr Pause
  • 11.00 Uhr Karsten Labahn (Rostock) Der Catalogus Professorum Rostochiensium
  • 11.45 Uhr Eva-Marie Felschow (Gießen) Der Catalogus Professorum Academiae Gissensis
  • 12.30 Uhr Schlussdiskussion
  • http://www.uni-leipzig.de/medienportal/workshop_08/index.html

    E-Learning an der Universität Leipzig gehört inzwischen (fast) zum Studienalltag. Rund ein Drittel der Studierenden ist in einer der Lernplattformen angemeldet - und nach der aktuellen Umfrage ist der Wunsch nach "mehr" größer denn je. Mit dieser Veralltäglichung sind aber auch neue Wünsche verbunden, denn eine zentrale Lernplattform verfügt weder über sämtliche Funktionalitäten, noch ist sie derzeit ausreichend mit anderen workflows der Universität verknüpft.

    Der Workshop verfolgt daher zwei Ziele: Einmal konzentrieren wir uns auf gut gelungene, praktische Beispiele, die Anregungen für eigene Ideen liefern sollen. So wird zum Beispiel der Studiendekan der Veterinärmedizinischen Fakultät darüber berichten, wie man mit relativ einfachen Mitteln die Studienorganisation insbesondere der neuen BA-Studiengänge rationeller gestalten kann.
    Zweitens aber werden wir Perspektiven anbieten: Welche Software eignet sich parallel zur Lernplattform ebenfalls für die Lehre, was bietet hier das vielbeschworene Web 2.0? Werden uns semantische Suchen vor der Dokumenten-Überflutung retten? Und wenn Selbstorganisation eine Grundvoraussetzung für die neuen Lernmethoden darstellt - welche Rolle spielen hierbei z.B. E-Portfolios?
    Der Beitrag zur Perspektive von Online-Prüfungen an der Universität Leipzig leitet direkt in die Schlussdiskussion über: Gibt es eine Alternative zum Prüfungsdreikampf (Referat, Klausur, Hausarbeit), die Lehrenden und Studierenden gleichermaßen nützt?

    Die Veranstaltung richtet sich an alle Lehrenden, Lernenden und ExpertInnen, die an einer Weiterentwicklung im Bereich des Lehrens und Lernens mit den Neuen Medien interessiert sind.
    Die Teilnahme ist kostenfrei.

    Programm

    3. E-Learning Workshop an der Universität Leipzig
    Donnerstag, 06. November 2008

    3. E-Learning Workshop an der Universität Leipzig
    Donnerstag, 06. November 2008
    09:00–09:30 Dr. Michael Gerth

    (E-Learning-Service)
    E-Learning an der Universität Leipzig

    09:30–10:30 Prof. Dr. Marcus Specht

    (Open Universiteit Nederland)
    Web2.0 "Beta"? Potenziale, Ansprüche und Verwirrungen des social net

    10:30–11:00 Pause
    11:00–12:00 Dr. Gisela Hillenbrand
    (HS für Technik, Wirtschaft und Medien Offenburg, Kompetenzzentrum e-Science)
    Die Moodle-Community - Open Source mit Zukunft
    12:00–12:30 Thomas Riechert
    (Institut für Informatik)
    Das Onto-Wiki. Chancen des Semantik-Web
    12:30–13:00 Lavinia Ionica
    (Sprachenzentrum)
    E-Portfolios zur Unterstützung des Selbstlernprozesses im Fremdsprachenunterricht
    13:00–14:00 Mittagspause
    14:00–14:30 DI Ralf Moros
    (Institut für Technische Chemie)
    Praktikadurchführung mit Moodle
    14:30–15:00 Prof. Dr. Arwid Daugschies
    (Veterinärmedizinische Fakultät)
    Moodle in der Studienorganisation der Veterinärmedizin: Motivation und praktische Erfahrungen
    15:00–15:30 Prof. Dr. Heinz-Werner Wollersheim
    (Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik)
    E-Assessment an der Universität Leipzig – Perspektiven und praktische Schritte
    15:30–15:45 Pause
    15:45–16:15 Abschlussdiskussion

    E-Assessment - ein Streitfall