Im Rahmen des Projekt "Entwicklung einer Datenmanagement-Plattform für Linked Open Library Data und Eletronic Resource Management" gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung wird die Arbeitsgruppe AKSW bis August 2014 gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universitätsbibliothek Leipzig und der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek eine auf einem Tripel-Store basierende Datenmanagement-Plattform entwickeln.

http://dmp.slub-dresden.de
http://aksw.org/Projects/ERM

Der Workshop mit 22 TeilnehmerInnen von AKSW, BAdW, BSB, BMLO, Deutsches Museum, FAU Erlangen, GNM, ISGV und LMU fand am 27.6.2011 im Historischen Kolleg München statt.

Die Vertreter des AKSW (Thomas Riechert und Martin Brümmer) stellten ihre Projektgruppe und deren Arbeitsschwerpunkte vor und gingen auf zwei aktuelle Projekte ein:

  • LOD2 = Programme und Algorithmen zur Unterstützung eines kompletten Linked Data Lifecycles (Extraktion; Speicherung und Anfragen; Erstellen und Editieren; Verknüpfung; Anreicherung; Validierung; Evolution; Suche und Navigation), sowie
  • PUBLINK = Beratungsleistungen zur Veröffentlichung interessanter
    Datensammlungen als Linked Open Data.

Das preisgekrönte Vorbild „Catalogus Professorum Lipsiensis“ wurde aus technischer Sicht demonstriert und im Anschluss daran der Kodierungsansatz und eine erste Anwendungsimplementation für die Metadaten aus www.deutsche-biographie.de.

Die rund 46.000 Biographien, 42.000 weitere Personen sowie 12.000 Orte/Plätze wurden in RDF überführt. Im ersten Ansatz wird das Vokabular der Deutschen Nationalbibliothek für die GND adaptiert und um wenige Bezeichner erweitert. Neben der Darstellung in RDF+XML bietet der testweise Import in eine Ontowiki-Instanz die Möglichkeit, gezielt zu browsen, SPARQL-Abfragen zu stellen und auch mit Hilfe des RelationshipFinder Bezüge zwischen zwei oder mehr Personen aufzuzeigen.

Der Prototyp wird weiter entwickelt und voraussichtlich in diesem Jahr veröffentlicht.

(Matthias Reinert, 29. Juni 2011)

Referenzseiten:

Cofundos.org ist eine Plattform für community-getriebene Innovationen und die Finanzierung von Open Source Software. Viele einzelne Spenden und Beiträge werden gebündelt, um Ideen zu verwirklichen.

http://cofundos.org

Ein semantisches Wiki zur Sammlung und zum Austausch wissenschaftlicher Meta-Daten wie CfPs, Werkzeug Beschreibungen, Forschung Profile, Konferenz Statistiken usw.

More information: http://OpenResearch.org

Im Rahmen des Projektes werden zukünftig alle verfügbaren Informationen zur den Lehrveranstaltungen (und in späteren Phasen darüber hinaus weiter Informationen) als Linked Opend Data zur Verfügung gestellt. Dies ermöglicht es den Studierenden eigene Applikationen zu entwickeln und zu nutzen, um diese Daten z.B. für Terminplanung etc. nutzen zu können. Die bestehende Informationen werden basierend auf einem semantischen datenbasierten Wiki. gesammelt und aktuell gehalten. An dem damit verbundenen kollaborativen Entwicklungsprozess werden nicht nur die Mitarbeiter der Fakultät sondern auch die Studierenden einbezogen.

od.fmi Projekt Seite
http://od.fmi.uni-leipzig.de

Ziel des Projektes war die Weiterentwicklung des durch die Arbeitsgruppe AKSW entwickelte Semantisch Daten Wiki und Technologie-Plattform OntoWiki durch die Integration weiterer Views, die Abfrage und Schema Evolution Algorithmen RDF-Datenmodelle und die Anpassung an die Bedürfnisse von Business-Informationssystemen und Web Content Management.

  • Partner: Ebrosia GmbH, Business Intelligence GmbH (D), Netresearch GmbH & Co. KG (D)

  • Dauer: 2009-2011
  • Förderprogramm: WK Potenzial, deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Project Webseite

Dieses Projekt startet  mit der kommerziellen Nutzung des Semantischen Kollaborations Werkzeuges  OntoWiki in den drei verschiedenen Zielmärkten Enterprise Knowledge Management", semantisch erweitertes Content Management für E-Learning und E-Tourismus. OntoWiki ist eine umfassende semantische Kollaborationsplattform. OntoWiki ist Open-Source-Software und einer Web-Anwendung, die zu jeder Web-Space installiert werden kann und durch eine gewöhnliche Web-Browser abgerufen. OntoWiki erleichtert die visuelle Darstellung einer Wissensbasis als Informations-Karte, mit unterschiedlichen Ansichten über Instanz-Daten. Es ermöglicht intuitives Erstellen von semantischen Inhalten. OntoWiki ist an der Universität Leipzig entwickelt und hat eine große und aktive Nutzer Community. Im Laufe des Projektes wird OntoWiki wird weiter entwickelt, um den Bedürfnissen der KMU-Partner für die Nutzung von OntoWiki in den künftigen Zielmärkte gerecht zu werden.

Projekt Webseite

Mit der Linked Open Data Around-the-Clock (LATC) Support Action soll die Nutzung der Open Data Cloud für Forschung und Produktentwicklung unterstützt werden. Dies soll erreicht werden durch:

  • Bereitstellen einer 24/7 Infrastruktur zur Überwachung der Qualität von verknüpfungen innerhalb der Linking Open Data Cloud.

  • Senkung der Zugangsbarriere für Anbieter und Nutzer von Daten.
  • Erstellung und Pflege einer Umgebung für datenintensive Anwendungen durch die Veröffentlichung von Datensätzen von der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und anderen europäischen Institutionen als Linked Data im Web.

  • Unterstützung beider Institutionen sowie Einzelprojekten mit Anleitungen und Best Practices über Linked Data Veröffentlichung und Nutzung.

    LATC Projekt Webseite

LOD2 Technologiekonsortium arbeitet an der Erweiterung des Webs der Dokumente um ein Web der Daten

EU, Forscher und Industrie wollen das Web durch vernetzte Daten intelligenter machen

Daten und Informationen sind heute im Internet und in Intranets weitreichend verfügbar. Doch trotz umfangreicher Datenbanken werden im Netz viele Informationen derzeit nur unzureichend gefunden und verknüpft. Nachdem die direkte Realisierung der Semantic Web Vision langwieriger ist als ursprünglich erwartet wurde mit dem Linked Open Data (LOD) Paradigma eine Strategie entwickelt, die bereits jetzt gigantische Informationssammlungen im Netz intelligent vernetzt (derzeit 25 Milliarden Fakten und 395 Millionen Links zwischen einzelnen Datensätzen).
Das Linked Open Data Web basiert auf frei verfügbare Daten im WWW, die als maschineninterpretierbare Aussagen (RDF Tripel genannt) kodiert und über Web-Adressen (URIs) miteinander verknüpft werden, so dass ein weltweites Netz aus Daten unser „altes Web“ der Dokumente ergänzt. Suchmaschienen, Mashups oder persönliche Agenten können diese vernetzten Daten nutzen, um Informationen aus verschiedenen Quellen intelligent zu verknüpfen. Heute noch aufwendige Rechercheaufgaben (wie z.B. das Finden einer Wohnung in der Nähe eines Kindergartens mit einem freien Betreuungsplatz) werden mit Hilfe von Linked Data zum Kinderspiel.
Linked Open Data steht so für vielfältige, effiziente Erneuerungen im Umgang mit dem Web. Umfangreiche spezielle Anfragen sind möglich; Suchergebnisse werden präziser und für den Anwender brauchbarer; und herkömmliche „Datensilos“, in denen Informationen oft verborgen bleiben, werden beseitigt. Prinzipiell machen die maschineninterpretierbare Aufbereitung der Daten sowie die vernetzte Sicht auf verschiedene Datenquellen LOD zum vielversprechenden Paradigma für die Weiterentwicklung des Internets.
Auch die Europäische Union sieht das Daten Web in einer Schlüsselrolle für mehr Innovation, Kreativität und Wettbewerbsfähigkeit im Web. Daher fördert sie das von Informatikern an der Universität Leipzig initiierte Projekt „LOD2“ mit 6,5 Mio. €. Ziel des Projektes ist es, das auf Linked Open Data basierende Web der Daten allumfassend zu verwirklichen. Hierbei werden u.a. folgende Herausforderungen angegangen:

  • - Verbesserung der Kohärenz und Qualität der im Web veröffentlichten Daten,
  • Steigerung der Skalierbarkeit- und Suchgeschwindigkeit in Web-Daten,
  • Entwicklung vertrauenswürdiger Mechanismen zur Kennzeichnung und Nachverfolgung der Herkunft von Daten im Web
  • Realisierung intuitiver Editier-, Such- und Explorationsdienste für Endanwender.

LOD2 - Projektseite

Das Projekt "LinkedHistory" entstand während unserer Arbeiten im Bereich prosopographischen Wissensdatenbanken. Zusammen mit Historikern der Universität Leipzig haben wir den die Catalogus Professorum Lipsiensis entwickelt. Der Professorenkatalog enthält detaillierte Informationen über mehr als 2000 Professoren in der universitären Geschichte.

Ein Problem im Rahmen prosopographische Forschung ist die kollaborative Zusammenarbeit der Wissenschaftler. Hierführ müssen vor allem Techniken zur Verknüpfung bestehender Daten bzw. Wissensbanken geschaffen werden.

Im Rahmen dieses Projektes entwickelt die Arbeitsgruppe AKSW zusammen mit Historikeren Dienste, zur Verknüpfung von Webressourcen.

Der ersten etablierte Dienst nutzt den PND-Schlüssel, um Personen zu vernetzen.

Ausführliche Informationen

Der zweite Dienst stellt Kalenderjahre als Ressourcen zur Verfügung.

Ausführliche Informationen