Im Rahmen der Forschung am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte zur 600-Jahrfeier der Universität Leipzig wurden Informationen von über 1300 Leipziger Professoren gesammelt.

Für Historiker ist es nicht ohne weiteres möglich, Erkenntnisse elektronisch zu erfassen und auszuwerten, wenn die Technik nicht dafür eingerichtet ist. Aus dieser Situation heraus starteten die Arbeitsgruppe Agile Knowledge Engineering and Semantic Web (AKSW) am Institut für Informatik und der Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Seminar der Universität Leipzig im Jahr 2007 eine Kooperation.

Das Projekt nutzt die Technologien des Semantic Webs. Die verwendete Methodologie baut auf dem Wiki-Konzept auf.

Der alle fünf Jahre stattfindende "International Congress of Historical Sciences" wird 2010 im Amsterdam stattfinden. Das umfangreiche Programm beinhaltet auch eine "kleine Nebentagung" der "International Commission for the History of Universities" in Utrecht. Prof. Dr. Leen Dorsman vom interdisziplinären, wissenschaftsgeschichtlichen "Descartes Centre" der Universität Utrecht lädt am 23. August 2010 zu einem Kolloquium zum Thema "Discipline Formation and the Universities" ein. Christian Augustin wird am Beispiel des Leipziger Professorenkatalogs auf ausgewählte Aspekte der Entwicklung von wissenschaftlichen Disziplinen eingehen; selbstverständlich auch unter Einbeziehung der phantastischen Recherchemöglichkeiten des Leipziger Nachbarprojektes "Vorlesungsverzeichnisse als Quellen disziplinär organisierter Wissenschaft" von Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider.

Der Tagungsband

Martina Schattkowsky / Frank Metasch (Hrsg.), Biografische Lexika im Internet (Bausteine aus dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde 14), Dresden 2009

ist erschienen. Darin enthalten ist auch der Aufsatz

Christian Augustin, Beatrix Kuchta, Ulf Morgenstern und Thomas Riechert, Datenbank und Website "catalogus professorum lipsiensis". Ein sozialstatistisches Analyseinstrumentarium und seine Repräsentation im Netz. Stand und Perspektiven eines universitätsgeschichtlichen Projekts, S. 167-183

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