Humboldt-Universität zu Berlin, Hauptgebäude
14. September 2011 – 15. September 2011

Die Tagung .hist 2011 – Geschichte im digitalen Wandel wird veranstaltet von H-Soz-u-Kult und Clio-online gemeinsam mit L.I.S.A. - Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Im Rahmen der Werkstattberichte "Vernetztes Wissen / Semantic Web" werde ich aktuelle Forschungsarbeiten unserer Arbeitsgruppe vorstellen.

Abstrakt

Die Arbeitsgruppe Agile Knowledge Engineering and Semantic Web (AKSW) der Universität Leipzig befasst sich in ihrer Forschungsarbeit mit Methoden der agilen Wissensmodellierung und der semantischen Vernetzung von Informationen im Web. Aufbauend auf der Wikipedia-Extraktion DBpedia steht aktuell die Erweiterung der Linked Open Data Cloud im Fokus der Forschung (LOD2). Das von der Arbeitsgruppe entwickelte semantisches Daten-Wiki OntoWiki stellt ein Basiswerkzeug für die Publikation semantischer Information dar. OntoWiki wird bereits mehrfach für geschichtswissenschaftliche Projekte eingesetzt, so u.a. auch bei der kollaborativen Arbeit von Historikern der Arbeitsgruppe des Leipziger Professorenkatalogs. Anhand des Anwendungsbeispiels Catalogus Professorum Lipsiensis wird im Rahmen des Werkstattberichts das kollaboratives Entwickeln einer Ontologie, das kollaboratives Sammeln von Informationen und das Publizieren von Daten mit Hilfe von OntoWiki vorgestellt.

http://www2.hu-berlin.de/historisches-forschungsnetz/tagung/Abstracts/WerkstattI-Riechert-Agile_Knowledge.pdf

 

Programm am 14. September

13:00-13:30 Uhr Begrüßung und Eröffnung

13:30-14:30 Uhr Keynote

  • Stefan Münker (Humboldt-Universität zu Berlin): Jenseits der Technik. Zum Status quo des digitalen Wandels

15:00-16:45 Uhr

  • Sektion 1: Virtuelle Forschung und Geschichtswissenschaften 2.0
  • Werkstattberichte I: „Vernetztes Wissen / Semantic Web“

17:15-19:00 Uhr

  • Podiumsdiskussion I: "Geschichte und ihre digitale Fachinformation: Welche Infrastrukturen brauchen die Geschichtswissenschaften?"

ab 19:00 Uhr Abendempfang

Programm 15. September

09:00-10:45 Uhr

  • Sektion 2: Digitale Quellenkritik und Data Driven History
  • Werkstattberichte II: „Virtuelle Forschungsumgebungen“

11:15-13:00 Uhr

  • Sektion 3: Medialität und Narrativität
  • Werkstattberichte III: „Fachinformationen für die Geschichtswissenschaften“

14:00-15:45 Uhr

  • Sektion 4: Grenzverschiebungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit
  • Werkstattberichte IV: „Informations-Infrastrukturen für die Geschichtswissenschaften“

16:15-18:00 Uhr

  • Podiumsdiskussion II: " Geschichte und ihre digitale Medialisierung: Welche Medienkompetenz brauchen Historiker/innen?"

18:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Der Workshop mit 22 TeilnehmerInnen von AKSW, BAdW, BSB, BMLO, Deutsches Museum, FAU Erlangen, GNM, ISGV und LMU fand am 27.6.2011 im Historischen Kolleg München statt.

Die Vertreter des AKSW (Thomas Riechert und Martin Brümmer) stellten ihre Projektgruppe und deren Arbeitsschwerpunkte vor und gingen auf zwei aktuelle Projekte ein:

  • LOD2 = Programme und Algorithmen zur Unterstützung eines kompletten Linked Data Lifecycles (Extraktion; Speicherung und Anfragen; Erstellen und Editieren; Verknüpfung; Anreicherung; Validierung; Evolution; Suche und Navigation), sowie
  • PUBLINK = Beratungsleistungen zur Veröffentlichung interessanter
    Datensammlungen als Linked Open Data.

Das preisgekrönte Vorbild „Catalogus Professorum Lipsiensis“ wurde aus technischer Sicht demonstriert und im Anschluss daran der Kodierungsansatz und eine erste Anwendungsimplementation für die Metadaten aus www.deutsche-biographie.de.

Die rund 46.000 Biographien, 42.000 weitere Personen sowie 12.000 Orte/Plätze wurden in RDF überführt. Im ersten Ansatz wird das Vokabular der Deutschen Nationalbibliothek für die GND adaptiert und um wenige Bezeichner erweitert. Neben der Darstellung in RDF+XML bietet der testweise Import in eine Ontowiki-Instanz die Möglichkeit, gezielt zu browsen, SPARQL-Abfragen zu stellen und auch mit Hilfe des RelationshipFinder Bezüge zwischen zwei oder mehr Personen aufzuzeigen.

Der Prototyp wird weiter entwickelt und voraussichtlich in diesem Jahr veröffentlicht.

(Matthias Reinert, 29. Juni 2011)

Referenzseiten:

Der Service http://linkedhistory.aksw.org/pnd/ wurde überarbeitet. Aktuell sind nun Verknüpfungen über die PND (Personen Namen Datei Key) des Professorenkatalogs zu folgenden Datenbanken verfügbar.

  • Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • He BIS- Verbundzentrale
  • Professorenkatalog der Universität Leipzig
  • Bayerische Staatsbibliothek
  • Wikimedia Commons
  • Deutschsprachige Wikipedia
  • Titel im Verbundkatalog des GBV
  • Biographische Informationen des Registers zu www.deutsche-biographie.de
  • Biographien in der Neuen Deutschen Biographie
  • Sächsische Biografie
  • Historische Vorlesungsverzeichnisse der Universität Leipzig
  • Eintrag im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon (BBKL)
  • Mitglieder der Vorgaengerakademien der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
  • Die Rektoren der Rektoratsreden.
  • Eintrag im Catalogus Professorum Rostochiensis (CPR)
  • Die Rektoren der Rektoratsreden.
  • Mitglieder der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • Wikisource
  • Allgemeine Deutsche Biographie (Wikisource)
  • Biographien in der Allgemeinen Deutschen Biographie
  • Biogramm in der Online-Version der Edition “Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik”
  • Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
  • Hessisches Landesamt fuer geschichtliche Landeskunde
  • Volltexte (und evtl. Biographie) bei Zeno.org
  • Titel im VD17
  • Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS)
  • Forschungsstelle für Personalschriften, Germany
  • Nachweise von Onlinetexten bei Liberley
  • Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz
  • Biographie in der Ostdeutschen Biographie (Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen)