Zu Lande, zu Wasser und in der Luft – 2016 schlagen die dresdner schmalfilmtage die Räder ab vom Wagen und halten Ausschau nach den Wanderungs- und Sammlungsbewegungen des 20. und 21. Jahrhunderts.
Was folgt 240 Jahre nach der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung auf den Weckruf GO WEST, dem Abermillionen Europäer folgten? Was auf Krieg, Arabellion und Festung Europa?

Das Festival begibt sich auf Spurensuche in Paris, Athen, Hamburg. Es beleuchtet Kriegszustände, Architektur, neue und alte Utopien des Raums und schaltet die haptischen Bilder mit der Idee von Liberté, Égalité, Fraternité kurz.

Am 29.11.2012 wurde das aktuelle Forschungsprojekt AWIP auf der Konferenz Open Innovation vorgestellt. AWIP ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Medienservice Annett Riechert, dem UT Connewitz e.V. und der Arbeitsgruppe AKSW. Die Konferenz wurde durch die Stadt Leipzig im Rahmen Projektes Creative Cities organisiert.

Mehr zum Projekt:

Weitere Projekte:

Anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums zeigt das UT Connewitz die Faszination „Lichtspieltheater“ in Form einer Ausstellung. Thematische Bündelungen führen durch die Geschichte des UT Connewitz, von der Entwicklung der Kinotechnik bis zur Arbeit des Vereins. Kernstück bildet die Präsentation von Filmprojektoren des aus allen Epochen der letzten 100 Jahren, aus der Sammlung Kinematographen Liebhabers Otto Semmler.

Im Rahmen der Ausstellung bin ich vom 8. bis 10. September im UT anzutreffen und werde neben Erläuterungen zu den Projektoren gemeinsam mit den Besuchern kurze 35mm Filme einlegen und projizieren.

Weiter Informationen unter UT Connewitz e.V.

Veranstaltungstipp: Claus Löser: Subversion auf Super 8. Gegenbilder in der DDR
Mittwoch, 21. März, 20.00 Uhr

Im Rahmen des 100jährigen Bestehens des UT Connewitz in Leipzig

Internationale Avantgardefilmer kannte man in der DDR allenfalls vom Hörensagen. Dennoch bildete sich dort ab Mitte der siebziger Jahre eine Experimentalfilmszene, die abseits von DEFA und Fernsehen eine radikal subjektive Bildsprache entwickelte und damit Haltung gegen die Staatsdoktrin des sozialistischen Realismus bezog. Wer die Protagonisten dieses Schmalfilm-Untergrundes waren, unter welchen Bedingungen sie ihre Filme drehten und welchen Repressionen die KünstlerInnen ausgesetzt waren, wird der Schmalfilmaktivist und Filmhistoriker Claus Löser ausführlich beleuchten.

Für den Vortrag und das anschließende Kurzfilmprogramm öffnet er sein Filmarchiv, in dem all die geklebten, gekratzten, performten, surrealen und melancholischen Schätze liegen, die nicht beschlagnahmt oder zerstört wurden.

Claus Löser ist Kinobetreiber, Filmhistoriker und Filmemacher. 1996 gründete er das ex.oriente.lux-Filmarchiv. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen u.a. die Politisierung des Films, der Underground-Film und die unangepasste Kunstszene in der DDR.